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BEGLEITUNGSKUNST
AUSBILDUNG ZUR BEGLEITUNG VON
ELTERN-KIND-GRUPPEN

TERMINE 2022

Ausbildungsbeginn:

Samstag, 22. & Sonntag, 23. Januar 2022     
Thema: Ursprung, Geburt, das Primäre 
 

Samstag, 12. & Sonntag, 13. Februar 2022
Thema: Bewegungsentwicklung und Übergänge
 

Samstag, 26. & Sonntag, 27. März  2022
Thema: Primäres freies Spiel, Familie, Hülle
 

Samstag, 14. & Sonntag, 15. Mai 2022

Thema: Sprache und Kommunikation
 

Samstag, 11. & Sonntag, 12. Juni 2022
Thema: Beziehungsvolle Pflege 1, Elternbegleitung

Samstag, 20. & Sonntag, 21. August 2022

Thema: Beziehungsvolle Pflege 2, Organisation einer Gruppe
 

Samstag, 17. & Sonntag, 18. September 2022
Thema: Sinnesentwicklung, Gesellschaftliche Fragen

Samstag, 22. & Sonntag, 23. Oktober 2022

Thema: Autonomie und Anpassung, Spielbiografie

Samstag, 12. & Sonntag, 13.November 2022   
Abschluss

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
 

Voraussetzungen

  • Freude, Offenheit und Respekt im Umgang mit Babys, Kleinkindern und deren Eltern.

  • Berufliche Erfahrungen mit Kleinkindern sind hilfreich

  • Bereitschaft die eigenen pädagogischen Fähigkeiten zu erweitern und Eltern mit Empathie zu begleiten

  • Das Interesse an Entwicklungs-Themen und Prozessen (auch eigenen) ist unabdingbar

  • Zeitliche Ressourcen für Hospitationen, Selbststudium und eine Vertiefungsarbeit
     

So wie den Babys ihr eigener, selbstgewählter Lern- und Entwicklungsweg ermöglicht wird, braucht es auch für Begleitpersonen von Eltern-Kind-Gruppen einen freien Weg der Entfaltung. Nur so werden sie diese Haltung an die Eltern und  diese wiederum an die Kinder weiter geben können. Hier braucht es einen Bewusstseinswandel und Feingefühl. Ein solcher Weg ist fern von „Schule“, wie sie die meisten kennen und erlebt haben. Er ist neu, wie auch jedes Kind neu ist.

Allgemeine Grundthemen

  • Grundlagen der Waldorf- und der Pikler-Kleinkindpädagogik kennen und anwenden lernen

  • Schwangerschaft, Geburt, Bindungsentwicklung, Bedeutung der primären Erfahrung

  • Die Bewegungs-und Spielentwicklung fundiert beobachten und durch eigenes Erleben nachempfinden, unterschiedliche Spielqualitäten (primäres Spiel) differenzieren lernen

  • Beziehungsvolle Pflege erfassen lernen

  • Die Spielumgebung dem Entwicklungsstand des kleinen Kindes entsprechend vorbereiten können

  • Das breite Feld vom Alltag mit dem Kind – Essen, Schlaf, Konflikte begleiten usw.

  • Sinnesentwicklung, Lieder, Verse und weitere künstlerisch praktische Anregungen

  • Den Umgang mit verschiedenen Arten von Kommunikation kennen lernen, zuhören können

  • Die Polarität Autonomie und Anpassung

  • Mutterbild und Familie in der Gesellschaft

  • Die Organisation von einem Gruppenaufbau; Elternzusammenarbeit und Begleitabende

Alle Module werden begleitet mit Erfahrungen im persönlichen Spürbewusstsein auf der Grundlage des primären Spiels und mit künstlerisch praktischen Sequenzen.

 

Kursleiterinnen

Gerda Salis Gross
MA in Special Needs Education mit dem Schwerpunkt Spiel und Kommunikation, Sonderpädagogin, Familienbegleitungen, Erste Emotionale Hilfe (in Ausbildung), Ausbilderin, Lehrerin
 

Michaela Ecknauer
Eurythmistin, Begleiterin von Eltern-Kind-Gruppen, Ausbilderin
 

Margrit Meier
Säuglings-u. Kinderpflegerin, Pikler Pädagogin, Begleiterin von Eltern-Kind-Gruppen, familylab Seminarleiterin

Jeannette Berger
Begleiterin frühe Kindheit FPA, Begleiterin von Eltern-Kind-Gruppen, familylab Seminarleiterin

 

Katharina Guldimann, Hebamme, Familien-u. Sozialberaterin, Leiterin des Ita Wegmann Mutter-Kind-Hauses seit 2011

Ulrike Poetter, MA in Theologie, Dozentin der AfaP Dornach, Heileurythmistin, Förderpädagogik und Arbeit in der Sozialtherapie, Erwachsenenbildung

Ausbildungsdauer

10 Intensivwochenenden

Ausbildungsabschluss

Die Ausbildung wird mit einem Zertifikat des Instituts Elementarpädagogik abgeschlossen. Voraussetzungen sind:

  • Teilnahme an allen Modulen (20 Tage)

  • 5 Hospitationen in einer Eltern-Kind-Gruppe während der Ausbildung. Die Hospitationsplätze werden von der Ausbildungsleitung vermittelt.

  • Schriftliche und mündliche Präsentation einer persönlichen Vertiefungsarbeit auf der Grundlage der vermittelten Kursinhalte
     

Kosten

CHF 3000.- für den gesamten Kurs

Die Anmeldegebühr beträgt Fr. 150.-

Bei kurzfristiger Absage (2 Wochen vor Kursbeginn) werden Fr. 500.- verlangt, falls kein Ersatz gefunden wird. Bei Abbruch der Ausbildung werden die gesamten Kurskosten in Rechnung gestellt.

Ausbildungsorte

4-5 Wochenenden im Kinderhuus Zottelbär, Basel

4-5 Wochenenden im Storchennest, Vereins Spielraum-Lebensraum, Grabs

Kontakt:

Michaela Ecknauer

079 7676316, m.ecknauer@institut-elementarpaedagogik.ch

GRUNDGEDANKEN
 

Es gibt wohl kaum eine grössere Veränderung in einer sozialen Gemeinschaft, als wenn ein Kind auf die Welt kommt und auf Pflege, Ernährung und Fürsorge angewiesen ist. Viele Eltern sind heute verunsichert in dieser Situation und haben Fragen. Sie sind einer Flut von Informationen ausgesetzt und suchen Orientierung.
 

In einer kleinen Eltern-Kind-Gruppe (um die 4 bis 6 Kinder) erleben sie in einem Raum von Wärme, Ruhe und Akzeptanz. Das ist wohltuend und erholsam für sie und die Kinder. Sie können sich hier zurücklehnen, zu sich kommen und mit Freude die Entwicklung ihres Kindes beobachten. Jedes Kind hat dabei alle Zeit der Welt und wird zu nichts gedrängt. Oft erleben Eltern in dieser ruhigen Atmosphäre zum ersten Mal, dass ihr Kind fähig ist, zufrieden und hingebungsvoll ganz für sich allein zu spielen. Was für eine Erleichterung!
 

So fassen Eltern Vertrauen und öffnen sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Begleitperson.
 

Das Begleiten von Eltern und Kindern in diesem Sinne verlangt, dass neue Fähigkeiten entwickelt werden. Ein Bewusstseinswandel ist notwendig, um eine Haltung zu erlangen, die solch lebendigen Prozessen entspricht. Die Grundlage dafür ist ein Weg der Selbsterkenntnis und der Selbsterziehung. Es braucht die Fähigkeit, bei sich selbst anzukommen und immer mehr Spürbewusstsein im Jetzt zu entwickeln – so kann Vertrauen wachsen und Einfühlung in all die individuellen Situationen von Eltern und Kindern. Es ist eine Kunst, Räume der Ruhe, des Respekts und der Entfaltung zu schaffen.

 

Die Entwicklung des Kindes in den ersten 3 Jahren

Wir erleben heute eine rasante Entwicklung in vielen Lebensbereichen. Diese bringt zum Teil tiefgreifende Begleiterscheinungen mit sich, welche eine harmonische Entwicklung in der Frühen Kindheit gefährden können. Die ersten drei Lebensjahre bilden das Fundament für alle spätere Entwicklung auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Was Jean Paul (1763-1825) sagte, gilt heute um ein Vielfaches:
 

„Alles Erste bleibt ewig im Kinde;

Die erste Farbe

Die erste Musik

Die erste Blume

Malen den Urgrund des Lebens.

Deshalb gibt es nur ein Gesetz:

Beschützt das Kind vor allem Heftigen!“

 

Sowohl aus der Menschenkunde Rudolf Steiners als auch aus den Forschungen von Emmi Pikler und anderen, erhalten wir Grundlegendes, Wegleitendes darüber, wie die Frühe Kindheit hilfreich begleitet werden kann.

ECHO VON TEILNEHMERINNEN
 

„Motivierte Dozentinnen mit reichem Fachwissen und die Liebe zu den Kindern und Eltern prägen diesen Kurs. Die Wahrnehmungsschulung und eigene Reflexion sind ein wichtiger Bestandteil vom Unterricht. Mir hat die Ausbildung viel Freude und Erkenntnisse gebracht.“

 

"Diese Ausbildung ist eine grosse Schatzkiste, die mich innerlich reicher gemacht hat. Danke für diese intensive Zeit!  Schade, dass sie schon zu Ende ist. "

 

„Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden und einiges erwartet. Mit der Fülle und dem Tiefgang, beides für mich ganz unmittelbar erleb-und spürbar, habe ich jedoch in keiner Weise gerechnet. Für alle Menschen geeignet, die sich für, mit und um das kleine Kind bemühen.“

 

„Wie schnell ist dieses Jahr vergangen! Es war eine sehr interessante, lehrreiche und intensive Zeit. Ich konnte gleichzeitig meine eigene Eltern-Kind-Gruppe aufbauen.

Durch das, dass die Ausbildnerinnen aus verschiedenen Bereichen kamen, ergab es ein breites Lernfeld. Die Ausbildung half mir durch die verschiedenen Themen, die bei den Eltern und Kindern in diesem Alter wichtig oder zentral sind, mit einem weiteren Blick zu verbinden und in meinen Möglichkeiten anzuwenden. Ich konnte durch die Hospitationen und die guten reellen Beispiele, immer besser mein Eigenes entstehen lassen. Jetzt habe ich mein Rüstzeug zusammen und kann meine Gruppe sicherer leiten. Die Ausbildung ist ein solider Anfang, der Lust auf eigene Weiterentwicklung macht!“

 

„Die Ausbildung zur Begleitung von Eltern-Kind-Gruppen empfinde ich mit dem Beginn des Menschwerdens bis zum Alter von etwa drei Jahren als sehr umfassend und interessant. Tief berührt haben mich die Informationen und Erfahrungen rund um die Eltern und das Kind, wie auch der praktische Teil (zum Beispiel die Pflege und die Hospitationen). Abgerundet wird die Ausbildung von meinem persönlichen Prozess, welcher für mich eine grosse Bereicherung ist.“

 

 „Die Ausbildung zur Eltern-Kind Gruppenleiterin des Instituts Elementarpädagogik hat viel mehr als meine Erwartung an eine Ausbildung für die Arbeit mit dem kleinen Kind erfüllt. Sie ist eine Basis für die Arbeit mit Menschen in jedem beruflichen Bereich, als auch für den Umgang im Privaten. Es ist dem Ausbildungstrio gelungen mit relevanten Themen für das 0-3 jährige Kind, einen inneren Entwicklungsprozess bei den Teilnehmerinnen anzuregen, der weit über das Thema hinausgeht. Die Themenauswahl betrifft jedes menschliche Wesen, welches sich sozial verträglich und dennoch autonom in der Gemeinschaft bewegen möchte. Ich kann diese Ausbildung von Herzen Jedem weiterempfehlen, der sich mit sich und seinem Umgang mit Menschen, auseinandersetzen möchte. Für die Arbeit mit den Kleinsten und unseren Schutzbefohlenen in der Gesellschaft, ist sie als Einstieg extrem empfehlenswert. Ich hoffe sehr, dass zukünftig Auf- bzw. Ausbaumodule zu diesem Thema angeboten werden.“

 

"Der Inhalt dieser Ausbildung ist so reich, er könnte in 3 Jahren angeboten werden. So war es für mich klar, dass die Vertiefung der Inhalte im Laufe der Zeit stattfinden muss; durch die Praxis, Selbststudium und die Qualitätssicherung durch die weiterführenden Vertiefungstage."

 

"Meine Erwartungen an diese Ausbildung wurden mit kleinen Ausnahmen erfüllt. Nebst viel Fachwissen gab sie mir viel Raum für die Selbstreflexion und Impulse für meine persönliche Weiterentwicklung. Fragen zu neuen Themen oder das Interesse, mich in spezielle Themen noch mehr zu vertiefen wurden geweckt.

Für die Praktische Arbeit gibt mir der hoffentlich auch zukünftige Austausch mit Arbeitskolleginnen und den Dozentinnen einen guten Halt. Das Gefühl von «Getragen-Sein» ist sehr stärkend."

 

"Neu habe ich mich hineingelebt in diese absolute Aufmerksamkeit. Als Kindergärtnerin bin ich sonst stets «Tätiges Vorbild». Diese Haltung galt es abzulegen und dafür ganz in die Beobachtung zu gehen.

Auch entwickle ich eine gewisse Lust am Entdecken der Reduktion und Vereinfachung. Bei Liedern, bei Spielsachen und natürlich auch in meinem Verhalten ganz still zu werden, um offen sein zu können. Den Kindern und den Eltern gegenüber."

 

"Diese Ausbildung hat meine Erwartungen definitiv erfüllt, beziehungsweise übertroffen. Ich habe viel über mich selber gelernt. An jedem Wochenende war etwas dabei, was mich zu neuen Gedanken angeregt hat."